India warns IndiGo of regulatory action and takes action to cap airfare surge

Indien warnt IndiGo vor regulatorischen Schritten: Regierung greift ein und setzt Obergrenzen für explodierende Flugpreise

In einer der größten Flugkrisen der indischen Luftfahrtgeschichte hat die indische Regierung hart durchgegriffen: Die Zivilluftfahrtbehörde DGCA hat die Low-Cost-Airline IndiGo vor regulatorischen Maßnahmen gewarnt, nachdem Tausende Flüge abgesagt wurden und Passagiere stranden gelassen wurden. Gleichzeitig hat das Zivilluftfahrtministerium (MoCA) Obergrenzen für Inlandsflugpreise verhängt, um eine unkontrollierte Preisanstieg durch Nachfragechaos zu stoppen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Reisende vor „opportunistischem Preisanstieg“ zu schützen – ein Skandal, der die Branche erschüttert.

Die Krise bei IndiGo, Indiens größter Airline mit über 60 Prozent Marktanteil, eskaliert seit fünf Tagen: Allein am Freitag wurden mehr als 1.000 Flüge gestrichen, was zu Szenen des Chaos an Flughäfen wie Mumbai, Delhi und Bengaluru führte. Hunderte Passagiere kampierten vor Schaltern, während Ticketpreise auf manchen Routen auf bis zu 84.000 Rupien (ca. 950 Euro) für einen Einzelflug explodierten – viermal so hoch wie normal. Die Ursache: Neue Regelungen zur Flugdienstzeitbegrenzung (FDTL), die Crew-Mangel auslösten. Die Regierung gewährte IndiGo eine vorläufige Aussetzung dieser Vorschriften, doch die Störungen halten an.

Strenge Warnung und klare Fristen: Rückerstattungen bis Sonntagabend

In einem vertraulichen Schreiben, das Reuters einsehen konnte, forderte die DGCA IndiGo auf, alle ausstehenden Rückerstattungen bis Sonntagabend (8. Dezember) zu bearbeiten. Zudem müssen Umbuchungsgebühren entfallen, und Gepäck muss innerhalb von 48 Stunden ausgeliefert werden. „Jede Verzögerung oder Teilerfüllung wird zu unmittelbaren regulatorischen Schritten führen“, hieß es in der Mitteilung. IndiGo hat bislang nicht reagiert, doch die Airline kündigte an, automatische Rückerstattungen und volle Gebührenbefreiungen für Reisen zwischen dem 5. und 15. Dezember zu gewähren.

Das Ministerium überwache die Situation rund um die Uhr und prüfe die Personalausstattung von IndiGo alle zwei Wochen. „Die Störungen bei einer einzelnen Airline haben zu Kapazitätsengpässen und unangemessenen Preisanstiegen geführt“, erklärte Zivilluftfahrtminister Ram Mohan Naidu Kinjarapu auf X. Das Prime Minister’s Office sei informiert, und eine Taskforce koordiniere die Krise.

Fare Caps: So viel kostet ein Flug jetzt maximal

Um die Preisspekulation zu bremsen, hat das MoCA temporäre Obergrenzen für Economy-Class-Flüge auf allen betroffenen Inlandsrouten festgelegt – gültig bis zur Normalisierung. Die Kappen gelten für Direktflüge und sollen faire Preise sicherstellen:

Streckenlänge (km)Maximalpreis (INR)Beispiele
Bis 5007.500 (ca. 85 €)Delhi–Jaipur, Delhi–Chandigarh
500–1.00012.000 (ca. 135 €)Delhi–Bhopal, Delhi–Jammu
1.000–1.50015.000 (ca. 170 €)Delhi–Mumbai, Delhi–Kolkata
Über 1.50018.000 (ca. 205 €)Delhi–Chennai, Delhi–Bengaluru

Airlines müssen ausreichend Plätze in allen Preisklassen anbieten und Kapazitäten auf stark nachgefragten Routen erweitern. Abweichungen werden mit „sofortigen Korrekturmaßnahmen“ geahndet. Air India hatte bereits seit dem 4. Dezember freiwillig Economy-Preise gedeckelt, um Preistreiberei zu vermeiden.

Globale Augen auf Indien: Lektionen für Europa?

Die Krise wirft ein Schlaglicht auf die Vulnerabilität der Low-Cost-Branche: Crew-Mangel und strenge Vorschriften können ganze Netzwerke lahmlegen. In Europa, wo Ryanair und easyJet ähnliche Modelle betreiben, warnen Experten vor Nachahmereffekten. „Indiens Eingriff zeigt, dass Deregulierung Grenzen hat – faire Preise müssen geschützt werden“, analysiert Dr. Sabine Keller, Luftfahrtexpertin am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Berlin. Deutsche Airlines wie Lufthansa könnten von stabileren Märkten profitieren, doch steigende Treibstoffpreise und Personalknappheit bergen Risiken.

IndiGo meldete am Samstag eine Erholung auf 95 Prozent Netzverfügbarkeit, doch mit über 800 Stornierungen bleibt die Lage prekär. Die Regierung fordert Airlines auf, keine „steilen oder ungewöhnlichen Preiserhöhungen“ vorzunehmen.

LuftfahrtNews Deutschland beobachtet die Entwicklungen: Wird die Krise bald enden, oder eskaliert sie weiter? Bleiben Sie informiert – sichere Flüge für alle!

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