Can 'Trump Accounts' boost savings for lower-income Americans?

Können „Trump Accounts“ die Sparquoten niedrigeinkommensamer Amerikaner ankurbeln? – Neues Sparprogramm für Kinder stößt auf Skepsis

Washington/Berlin – Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat mit den „Trump Accounts“ ein ambitioniertes Sparprogramm für Kinder gestartet, das als Game-Changer für finanzielle Bildung und Vermögensaufbau gelobt wird. Doch Experten bezweifeln, ob es tatsächlich niedrigeinkommensamer Haushalte erreicht: Forschung zeigt, dass automatisierte Einzahlungen und sofortige Zuschüsse effektiver sind als steuerliche Anreize, die erst bei der Steuererklärung greifen. Mit einem Starttermin am 4. Juli 2026 und einer Milliarden-Spende von Michael und Susan Dell könnte das Programm dennoch Millionen Familien nutzen – oder in der Praxis scheitern.

Die „Trump Accounts“ sind im Wesentlichen custodiale Rentenkonten (Custodial IRAs), die von Eltern oder Vormündern verwaltet werden und steuerbegünstigt wachsen. Jeder US-Bürger, der zwischen 2025 und 2028 geboren wird, erhält eine Einmalzahlung von 1.000 US-Dollar vom US-Finanzministerium, investiert in kostengünstige Indexfonds wie den S&P 500. Jährliche Beiträge sind auf 5.000 Dollar begrenzt, wobei Arbeitgeber bis zu 2.500 Dollar steuerfrei hinzufügen können. Ab 2027 passen sich die Limits an die Inflation an. Die Auszahlung ist ab dem 18. Lebensjahr möglich, wobei Einkünfte steuerpflichtig sind – ideal für Bildung, Hauskauf oder Rente.

Ein Meilenstein: Milliardär Michael Dell und seine Frau Susan spenden 6,25 Milliarden Dollar, um 25 Millionen Konten von Kindern unter 10 Jahren in ZIP-Codes mit einem Medianeinkommen von unter 150.000 Dollar um je 250 Dollar aufzustocken. „Das ist ein massiver Schub für niedrigeinkommensamer Familien“, betonte Joseph Lavorgna, Berater des Finanzministers Scott Bessent, in einem Reuters-Interview. Die Spende soll den Kapitalismus attraktiver machen und Zinseszinseffekte demonstrieren: Bei monatlichen Einzahlungen von 100 Dollar bis zum 18. Lebensjahr und weiterem Wachstum bis 28 könnte ein Konto auf 180.000 Dollar anwachsen.

Potenzial und Fallstricke: Warum es für Arme schwierig sein könnte

Befürworter sehen in den Konten eine Chance auf finanzielle Inklusion: Im Gegensatz zu 401(k)-Plänen sind sie nicht an einen Job gebunden, was besonders Alleinerziehende oder Geringverdiener anspricht. Senator Cory Booker (Demokrat) und Ted Cruz (Republikaner) fordern sogar CEOs der Fortune-1000-Unternehmen auf, Beiträge zu leisten. „Es ermöglicht mehr Amerikanern, am Wohlstandssystem teilzunehmen“, sagte Booker. Lavorgna erwartet weitere Spender und betont den Bildungseffekt: Kinder lernen, wie Investitionen wachsen.

Doch Kritiker wie die Finanzplanerin Alex Caswell warnen: Niedrigeinkommensamer Familien sparen selten langfristig, da sie mit Alltagsausgaben kämpfen. Studien zeigen, dass unmittelbare Anreize – wie Sofort-Matches bei Einzahlungen – effektiver sind als steuerliche Vorteile, die erst bei der Steuererklärung wirken. „Man zahlt jetzt ein und bekommt den Benefit erst im nächsten Jahr – das motiviert diese Familien nicht“, erklärt die Expertin Margarita Caro vom Aspen Institute. Automatische Anmeldung wäre entscheidend, um die Teilnahmerate zu steigern, doch das bleibt unklar. Zudem bieten 529-Bildungskonten flexiblere Steuervorteile, was Eltern priorisieren könnten.

AspektVorteile für NiedrigeinkommensamerKritikpunkte
Seed Money1.000 USD (Regierung) + 250 USD (Dell-Spende) für ArmeKeine automatische Auszahlung für akute Bedürfnisse
BeiträgeBis 5.000 USD/Jahr, steuerfrei von ArbeitgebernHohe Hürde für Familien mit Einkommen < 50.000 USD
WachstumSteuerbegünstigt in Indexfonds, Zinseszins-EffektAbhängig von Marktentwicklung, Risiko für Volatilität
NutzungFlexibel ab 18 (Bildung, Haus, Rente)Steuern bei Auszahlung, Strafen bei Frühentnahme

Globale Relevanz: Lektionen für Europa?

In Deutschland und der EU, wo Rentensysteme unter Druck stehen, könnte das Modell inspirieren: Ähnliche Initiativen wie Riester- oder Junior-Depots zielen auf Frühsparen ab, doch die Teilnahmerate ist niedrig. „Die Trump Accounts zeigen, wie staatliche Seed-Finanzierung Inklusion fördern kann – aber nur mit Sofortnutzen“, analysiert Prof. Dr. Elena Hartmann von der Humboldt-Universität Berlin. Die EU könnte von automatisierten Systemen profitieren, um Armutsfallen zu brechen. Kritiker wie Ayanna Pressley (Demokratin) fürchten jedoch, das Programm verschärfe Ungleichheiten, da Reiche mehr beitragen können.

Zur Beantragung: IRS-Formular 4547 ab sofort einreichen, Online-Setup ab Mitte 2026 auf trumpaccounts.gov. Die Regierung erwartet 3,6 Millionen Neugeborene pro Jahr – ein Potenzial für 14 Millionen Konten bis 2028.

WirtschaftsNews Deutschland beobachtet: Werden die Accounts den American Dream neu beleben? Bleiben Sie dran – Sparen beginnt jung!

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